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Uta Köbernick

Ich bin noch nicht fertig

Zu früh gefreut? - Ja, aber wann sonst. In ihrem neusten Programm wird die Welt nicht geschönt, aber schöner. Als scheinintegrierte Deutsche schlägt Uta Köbernick ihre Ostberliner Wurzeln tief in die Blumentöpfe unserer Vorurteile.

«Ich bin noch nicht fertig» ist frohe Drohung. Ist Einsicht und Verheissung. Ist entschlossenes Zögern und das Gegenteil von Meinung. Ist Motor und Lähmung, ist tobender Stillstand. Ist beängstigende Freude. Ist Witz. Ist Ehrenrunde. Ist Trost vielleicht. Und faule Ausrede. Ist präzise Schlamperei. Ist Analyse mit sensiblen musikalischen Messgeräten. Ist vollendete Skizze.

Aus der Sicht des Merkurs lebt Uta Köbernick hinter dem Mond. Diese Einsicht stattet sie mit einer Demut aus, die sie gekonnt zu verbergen weiss, denn dass sie mit dem Deutschen Kleinkunstpreis, dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik und dem Salzburger Stier ausgezeichnet wurde, ist dem Merkur zwar egal, doch hinterm Mond einleuchtend.